„Gräber – Spiegel des Lebens“ – das war einmal der Titel einer beeindruckenden Ausstellung über die Funde des römischen Gräberfeldes von Mainz-Weisenau. Und tatsächlich lassen sich viele interessante Erkenntnisse gewinnen, wenn man die Zeugnisse untersucht, die Hinterbliebene ihren Toten mit in die Gräber gegeben haben. Um wieviel aufschlussreicher sind aber hingegen die Zeugnisse, die für die Hinterbliebenen oberirdisch aufgestellt waren – die Grabsteine? In der Pfalz befinden wir uns in der glücklichen Erhaltungssituation, dass sehr viele Grabmonumente aus römischer Zeit durch ihre Zweitverwendung als Bauspolien erhalten geblieben sind.
Dieser Vortrag soll zeigen, was man aus diesen Überresten noch alles an Erkenntnissen über die römische Sepulkralkunst und die Gesellschaft, die sich ihrer bediente, gewinnen kann.