Termine

Führung
Abgesagt! Zweibrücken, 14. März 1945: "Heute gilt es uns!"

Führung durch die Sonderausstellung im Stadtmuseum

Veranstaltungsort:
Stadtmuseum Zweibrücken
Herzogstraße 9-11 , 66482 Zweibrücken
18. März 2020
Veranstalter: Ortsgruppe Zweibrücken


Am Mittwoch, 18. März, führt Dr. Charlotte Glück, Leiterin des Stadtmuseums, den Historischen Verein Zweibrücken durch die Ausstellung zum 14. März 1945. Die Führung beginnt um 19 Uhr.
 
Der verheerende Bombenangriff vom 14. März 1945 ließ das historische Stadtzentrum Zwei­brückens zu 85 Prozent in Trümmern zurück. Kurz nach acht Uhr abends hatte die kanadische Luft­waffe (RCAF) in zwölf Minuten ca. 800 Tonnen Sprengbomben auf die Altstadt abge­worfen. Zielpunkt war der Schloss­platz, keine wichtigen Verkehrswege oder Industrie­anlagen.
 
Trotz der Evakuierung im Spätjahr 1944, erlebten noch ca. 3.000 Menschen das Inferno in der Stadt. Dank des großen Luftschutzkellers im Himmelsberg waren „nur“ ca. 95 Tote zu be­klagen.
 
Fassungslos stand die Bevölkerung vor den Ruinen, als sie die Bunker und Keller verließ. So hatte sie fünf Jahre zuvor die Worte von Gauleiter Josef Bürckel nicht verstanden, der ver­sprochen hatte, „die Heimat werde nach dem Krieg noch schöner als sie vorher war“. Was sie jetzt jedoch beim Verlassen der Bunker vorfand, beschrieb ein amerikanischer Kriegsbe­richt­er­statter als eine Stadt, die „aufgehört habe zu bestehen“. Dennoch kehrten die Zwei­brücker aus der Evakuierung zurück und bauten ihre Stadt wieder auf.
 
Die Sonderausstellung zum 75. Jahrestag der Zerstörung der alten Herzogsstadt Zweibrücken befasst sich nicht nur mit der Zerstörung, dem Leben in der Trümmerzeit sowie dem Wieder­aufbau der 1950er und 1960er Jahre. Im Fokus steht auch die Vorgeschichte, ohne die die Bombardierung nicht gesehen werden darf: der Siegeszug der Nationalsozialisten in einer Region, die von den Folgen des 1. Weltkrieges besonders betroffen war, sowie die Auf­rüstungs- und Kriegspolitik des NS-Regimes.
 
Die Ausstellung im Zweibrücker Stadtmuseum, unter Projektleitung von Dr. Charlotte Glück, ist von 14. März bis 7. Juni 2020 zu sehen.


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